Vorher und nachher

So eine Reise ist eigentlich meistens sehr kurz. In sehr kompakten, wenn auch herausfordernden 41 Stunden spult ein Häuflein sieben Aufrechter mit Begleitung bis Znoimo (summm & HugoK) 650 km gegen Norden herunter. Die Vorbereitungen, die Recherche nach der Original-Route, der Respekt für jene Pioniere von 1893 mit ihren schweren Maschinen, die Gedanken um mögliche Probleme am Weg (Regen, Hitze, Pannen), das Preisgeben der Idee an welche Gleichgesinnte nimmt bedeutend mehr Zeit in Anspruch. Trotz aller Muse und relativ entspannter Menschen ist so eine gemeinsame Reise auch herausfordernd für das Gemüt. Da leidet manch Pfitschipfeil schon einmal, dass es nicht schneller geht und verliert auch ein paar Nerven. Wir sind ja ein ganz ziviler Haufen, aber ganz ohne Ziehen in den Haarwurzeln geht so eine Reise von Individualisten nicht ab. Solche kleineren Disharmonien gehören wohl dazu, wollen auch durchlebt und überwunden werden, wenn sieben Menschen so eine Reise tun: Alleine wäre es ja keine Herausforderung, oder eine ganz andere. Dass wir alle sehr viel Freude hatten, Vorfreude vor dem Start in Floridsdorf und überhaupt Freude, dass wir alle gemeinsam und auch gesund und wohlbehalten in Berlin Tempelhof angekommen sind, zeigen die nachfolgenden Bildern wohl an, oder? Gerrad war natürlich nicht am vereinbarten Startplatz, daher gibt es kein Startfoto von Ihm, aber viel zufriedener hätte er da sicher auch nicht gewirkt. Von summm und hugoK gibt es keine Bilder von Berlin, da beide ja in Znaimo uns den Rücken kehren mussten.

Auch noch einen großen Dank an Petra, die Horst und mich mit ihrem Velosophie-Artikel bestärkt hat, die Reise nach Berlin weiterzuverfolgen. Auch Walter, der 1993 mit gleichgesinnten Freunden historischer Rädern die große Distanzfahrt nachgefahren ist, möchten wir danken. Walter hat uns seine gesamten Recherchen zur Verfügung gestellt, ihm verdanken wir auch die genauen Routekenntnisse und viele Hintergrundinformationen.  Ja und die schönen roten Trikots mit „Wien Berlin 1893“ haben das ihre dazu beigetragen, dass wir uns als Gruppetto aus lauter Individualisten fühlen konnten. Entsprechend der Distanzfahrt haben wir natürlich unsere Kontrollkarten an den Kontrollstationen von 1893 stempeln lassen.

… Petra bzw. ich haben neue Ideen. Vielleicht läßt sich bald was Neues berichten. Die Distanzfahrt Wien – Franz Josephs Land oder auf den Spuren Ida Pfeiffers in den Orient, wer weiss was noch kommt und wer mitkommt …

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